Termine

Sa. 22. Apr. - Ortsbegehung
(Ortsgemeinde Weiler)

Di. 25. Apr. - Gemeinderat
(Ortsgemeinde Weiler)

Do. 27. Apr. - Jahreshauptversammlung
(Weilerer Hexen mit Herz)

Fr. 28. Apr. - Jahresausflug ins Sinntal
(Naturschutzgruppe Weiler und Umgebung e.V.)

Fr. 28. Apr. - Jahreshauptversammlung
(Männergesangsverein Liederkranz 1886 Weiler e.V.)

So. 30. Apr. - Maibaumstellen
(Ortsgemeinde Weiler)

Mo. 01. Mai. - Grillfest in der Klamm
(Wanderfreunde Steckeschlääfer)

So. 07. Mai. - Erstkommunion
(Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena)

So. 14. Mai. - Sommerfest
(Freunde der Feuerwehr Weiler)

Mi. 17. Mai. - Fahrt zum Jägerhaus
(Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena)

Do. 18. Mai. - Wallfahrt nach Marienthal
(Katholische Frauengemeinschaft)

Fr. 19. Mai. - Mitgliederversammlung
(CCW - Carneval Club 1956 Weiler e.V.)

„Wenn das alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ Sagte einst der amerikanischen Physiker Albert Einstein.

In diesem Sinne begrüße Sie alle ganz herzlich und ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2014. Ich begrüße Sie auch im Namen der Beigeordneten, Christian Altenhofen, Peter Zimmermann und Werner Bappert sowie der Damen und Herren des Gemeinderates von Weiler und  freue mich, dass Sie so zahlreich zu diesem Neujahrsempfang gekommen sind.

Eigentlich sind sie alle heute hier Ehrengäste, aber dennoch möchte ich einige besonders begrüßen: Ich heiße den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, Herrn Franz-Josef Riediger, mit Begleitung, herzlich willkommen. Ich begrüße meinen Amtsvorgänger Erwin Owtscharenko. Ein herzliches Willkommen an den Ersten Kreisbeigeordneten,  Adam Schmitt mit Ehefrau. Besonders gerne begrüße ich die Vertreterinnen und den Vertreter des Jugendrates von Weiler. Schön das ihr heute hier seid.nWeiterhin begrüße ich alle Vertreter: der Grundschule Heilig-Kreuz, des Kindergartens Sankt Franziskus, der katholischen sowie evangelischen Kirchengemeinde. Ein herzliches Willkommen an alle Vertreter unserer schlagkräftigen und engagierten Vereine und Institutionen. Ich freue mich, dass ihr alle hier seid. Ich danke all den Genannten und auch den Nichtgenannten dass Sie gekommen sind, um mit uns das neue Jahr zu begrüßen. Herzliche Grüße richte ich an unsere Partnergemeinde Sona und wünsche den dort lebenden Menschen ein gutes Jahr 2014. Dies gilt selbstverständlich auch für unsere Freunde vom Carnevalverein „Lo Tzigano“ in Lugagnano.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freundedie besinnliche Weihnachtszeit ist vorbei, das neue Jahr hat begonnen. Wir konnten ein wenig inne halten, verschnaufen und Bilanz ziehen. Ich hoffe, Sie alle können auf ein gutes Jahr 2013 zurückblicken: Rufen wir uns die markanten Ereignisse dieses Jahres in Erinnerung, so gehören hierzu sicherlich die Enthüllungen von Edward Snowden, dem US-amerikanischen Whistleblower. Seine Enthüllungen geben Einblicke in das Ausmaß der weltweiten Spionagepraktiken von US-Geheimdiensten. „Wir sind nicht mehr Papst“. Papst Benedikt XVI., mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger, verzichtet als erster Papst seit 700 Jahren, aus gesundheitlichen Gründen auf sein Amt und geht quasi „in Rente“. Zu seinem Nachfolger wird mit Papst Franziskus erstmals ein Lateinamerikaner gewählt. Sein Pontifikat ist geprägt durch seine eher bescheidene Art. Er möchte Papst der Armen sein und betont soziale Gerechtigkeit. Dies steht im krassen Gegensatz zum Limburger Bischof Tebarzt van Elst. Sein Name ist Synonym für Prunksucht und Verschwendung geworden. Für die Kirche in Deutschland hat der Limburger Skandal verheerende Folgen. Die Zahl der Kirchenaustritte vervielfachte sich und die Spendenbereitschaft ging deutlich zurück. Nach der Bundestagswahl im September letzten Jahres hat sich nach langen Verhandlungen die große Koalition zusammengefunden. Nun müssen die Verantwortlichen beweisen, dass sie gut zusammenarbeiten denn ständige Streitereien wären Gift und würden unser Land nicht voran bringen. Wir können nur hoffen, dass das Bündnis halten wird. Die instabile Situation im „Nahen Osten“, der Bürgerkrieg in Syrien und die Unruhen in Ägypten halten uns nach wie vor in Atem. Ganz gleich ob in Europa, Afrika, Asien, oder wo immer auf dieser Welt – die meisten Menschen wünschen sich nichts sehnlicher, als in Frieden leben zu können. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir mittlerweile seit fast 7 Jahrzehnten in Frieden leben.  Es gibt sicherlich noch viele prägende Ereignisse, aber die alle aufzuzählen würde den Rahmen dieser Veranstaltung sprengen.

Deshalb richte ich nun meinen Blick auf Weiler, denn es liegt auf jeden Fall ein ereignisreiches und aufregendes „kommunales“ Jahr 2013 hinter uns. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass das zweite Jahr meiner Amtszeit wie im Flug verging. Angesichts der Tatsache, dass meine Amtszeit im Mai dieses Jahres schon wieder endet, wird mir die Schnelllebigkeit unserer Zeit erst richtig bewusst. Die Höhepunkte in der Gemeinde und die Arbeitsschwerpunkte in der Gemeindeverwaltung sind uns noch präsent. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir es geschafft haben, das Baugebiet „Langgewann“ nach 12 Jahren baureif zu machen. Die Bauzeit der Erschließungs-anlagen und der Straße haben längere Zeit in Anspruch genommen als geplant, aber das scheint die Besonderheit dieses Baugebietes zu sein. Es sind 8 sehr attraktive Baugrundstücke entstanden, alle sind vergeben und ich hätte locker die doppelte Anzahl verkaufen können. Die Nachfrage nach Bauland in Weiler ist „Gott sei Dank“ noch vorhanden, das stimmt mich für die Zukunft positiv und macht Mut für die Realisierung des nächsten Baugebietes. Nachdem wir Ende Mai 2012 die Zusage für die beantragten I-Stockmittel des Landes erhielten, haben wir den Ausbau der Mühestraße zügig auf den Weg gebracht. Die bauausführende Firma Knebel und der baubetreuende Ing. Herr Werner vom Büro Dillig haben gute Arbeit geleistet, in einer Bauzeit von gut 7 Monaten war die Straße fertig. Sobald im Frühjahr die Beete bepflanzt sind, wird das jetzt schon schöne Erscheinungsbild der Straße noch abgerundet. Ich möchte es an dieser Stelle nicht versäumen auch den Anliegern meinen Dank auszusprechen, Sie haben nicht nur die Unannehmlichkeiten während der Bauzeit sondern auch die Finanzierung mitgetragen. Weiler hat wieder einen Jugendrat. Am 1. September letzten Jahres haben sich die Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren ihr Parlament gewählt. Der Jugendrat soll selbstbewusst die Interessen aller Jugendlichen in Weiler vertreten. Der Vorstand des Jugendrates wird künftig zu jeder Sitzung des Gemeinderates eingeladen und hat zu Themen die die Belange der Jugendlichen betreffen, auch Rederecht. Die Jugendlichen werden unterstützt durch die Jugendpflegerin der VG Rhein-Nahe, Silke Bitz. Frau Bitz hat das „Starterseminar“ auf dem Jägerhaus initiiert und begleitet. Ich finde es großartig, dass sich junge Leute aktiv einbringen und sich ehrenamtlich in und für ihren Heimatort engagieren. Darauf bin ich ein wenig stolz. Ein Höhepunkt im abgelaufenen Jahr war zweifelsfrei die Feier der zehnjährigen Partnerschaft zwischen der Gemeinde Sona in der Provinz Verona und der Ortsgemeinde Weiler. Auf dieses Thema werde ich später noch näher eingehen. Nach längerer Planungsphase und nach gefühlt noch längerer Bauzeit ist der neue Proberaum des Musikvereins Weiler, in der „Alt Schul“ fertig. Am 11. Januar wird die offizielle Einweihung sein. Die Ortsgemeinde hat die ehemalige Wohnung „Matthes“ renoviert. Die Wände wurden herausgenommen, sodass ein großer Raum entstehen konnte. Es wurde ein neuer Fußboden verlegt, die Wände ausgebessert und gestrichen, eine Akustikdämmung angebracht. Dieser vergrößerte Proberaum ist dringend notwendig wenn man bedenkt, dass das Orchester des MV inzwischen ca. 70 und das Jugendorchester 30 aktive Musikerinnen und Musiker zählt. Der Innenausbau wurde vom Musikverein in Eigenleistung mit Unterstützung des Landkreises Mainz-Bingen durch eine Zuwendung aus der Ehrenamtsförderung  gestemmt. Nach langen Verhandlungen ist es uns gelungen, die Breitbandversorgung für unsere Ortsgemeinde Weiler umzusetzen. Durch einen Kontrakt mit RWE Deutschland AG ist die Versorgung mit schnellem Internet sichergestellt. Das ist für den Standort Weiler sehr wichtig. Nicht nur die hier ansässigen Firmen und die zahlreichen Gewerbetreibenden begrüßen diese Entwicklung sehr, auch viele private Nutzer warten auf eine schnelle Verbindung ins world wide web. Diese Leistungsbilanz des Jahres 2013 kann sich meines Erachtens durchaus sehen lassen. An dieser Stelle bedanke ich mich bei meinen drei Beigeordneten. Ich bedanke mich bei Euch, für die Unterstützung im letzten Jahr. Jeder von Euch bringt seine speziellen Fähigkeiten ein, der eine mehr der andere weniger, je nach individuellen Möglichkeiten. Die Zusammenarbeit ist vertrauensvoll und angenehm. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, dieses Arbeitsklima aufzubauen, dies gilt auch für die Arbeit im Gemeinderat und in den gemeindlichen Ausschüssen.

Auch aus der Sicht der Ortsvereine war 2013 ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr.  Zwei unserer Ortsvereine feierten im letzten Jahr ihr Vereinsjubiläum: Im Juni 2013 feierte der Malteser Hilfsdienst Weiler sein 40 jähriges Bestehen. Durch einen Tag der offenen Tür konnten die Verantwortlichen der interessierten Bürgerschaft das liebevoll renovierte Malteserheim im Hahnweg präsentieren. Die Wertschätzung innerhalb der Dorfgemeinschaft kam bei der Feierstunde in der Rhein-Nahe-Halle deutlich zum Ausdruck. Im November 2013 konnte die Ges. der Heimatfreunde Weiler auf 40 Jahre erfolgreiches Wirken in und für die Dorfgemeinschaft zurückblicken. In diesem Zusammenhang erwähne ich auch das 30 jährige Erscheinungsjubiläum der Weilerer Heimatnachrichten. In dieser Zeit sind 48 informative und für die Weilerer Dorfchronik unverzichtbare Ausgaben der Heimatnachrichten entstanden. Insgesamt haben sich die Ortsvereine in gewohnter Weise zum Wohl unserer Dorfgemeinschaft vielfältig eingebracht. Das diesjährige Dorffest war auch in finanzieller Hinsicht wieder ein Erfolg. Rund 3.000,-- Euro sind als Erlös erwirtschaftet worden. Ich schätze die Arbeit der vielen Menschen, die an der Vorbereitung und Durchführung vieler Veranstaltungen beteiligt waren. Ohne diese vielen Aktiven und ehrenamtlich Tätigen wäre unser Weiler nicht das was es ist: eine über Generationen und Kulturen hinaus  intakte Dorfgemeinschaft.  Das macht mich als Bürgermeisterin stolz und ich bin mir sicher, dass dies auch im neuen Jahr so bleiben wird.

Der Blick auf den Veranstaltungskalender  verspricht auch in 2014 viele interessante Veranstaltungen. An dieser Stelle möchte ich der Fa. Eventdesign schnaas und hier ganz besonders, Mario Schnaas, herzlich für die Unterstützung danken. Die Druckkosten für den Veranstaltungskalender der Ortsgemeinde  werden in diesem Jahr von der Fa. Eventdesign schnaas übernommen. Lassen Sie mich nun einen Blick auf das vor uns liegende Jahr 2014 richten. Was wird uns dieses neue Jahr bringen? Was haben wir uns vorgenommen? Die Finanzexperten sehen dem Jahr 2014 mit Optimismus entgegen. Trotz zuletzt eher verhaltener Wirtschaftszahlen rechnet man für 2014 mit einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sowohl in Deutschland als auch im Euroraum. Die deutsche Wirtschaft ist im Vergleich zur Eurozone noch gut aufgestellt, wird allerdings in hohem Maß durch die Entwicklung im Euroraum beeinflusst. Das prognostizierte Wachstum der deutschen Wirtschaft von rd. 1,9 % wird hauptsächlich vom Export getragen.  In Weiler gehen wir für das Jahr 2014 von stabilen Steuereinnahmen aus. In Zahlen ausgedrückt rechnen wir mit insg. 2 Mio Steuereinnahmen. Dabei liegt der Anteil der Einkommensteuer bei 1,1 Mio, Gewerbesteuereinnahmen bei rd. 530 TEU, Grundsteuer B 242 TEU und Grundsteuer A bei 11,8 TEU. Durch ein Urteil des Verfassungsgerichtes Rheinland Pfalz wurde eine Neuregelung des Landesfinanzausgleichs-gesetzes notwendig. Grund hierfür sind die stark gestiegenen kommunalen Sozialabgaben. Mit Wirkung vom 1.1.2014 hat die Landesregierung u.a. die Anhebung der Nivellierungssätze der Grundsteuer und der Gewerbesteuer beschlossen.  Die OG Weiler steht dadurch quasi unter Zugzwang. Wir müssen diese Steuererhöhung umsetzen sonst zahlen wir Umlagen von Einnahmen die wir gar nicht haben. Das hätte negative Folgen für unseren Gemeindehaushalt. Wir können uns einen Verzicht auf die, von der Landesregierung beschlossene Steuererhöhung, leider nicht leisten. Es geht kein Weg daran vorbei, wir müssen ab 1.1.2014 die Nivellierungssätze der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer anheben. Der Haushaltsetat für 2014 wird von den gemeindlichen Gremien im laufenden Monat Januar beraten und soll möglichst auch in diesem Monat auf den Weg gebracht werden. Im derzeit vorliegenden Haushaltsentwurf ist die Anhebung der Nivellierungssätze - wie von der Landesregierung beschlossen -, bereits berücksichtigt. Positiv wird sich die vom Kreistag beschlossene Senkung der Kreisumlage um 1 Prozentpunkt auf unseren Haushalt auswirken. Aber: Trotz der geplanten Steuererhöhung und trotz Senkung der Kreisumlage gelingt es uns nicht, im Ergebnishaushalt ein positives Ergebnis zu generieren. Die jährlich vorzunehmenden Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von rd. 670 TEU führen unweigerlich dazu, dass unser Ergebnishaushalt mit einem negativen Ergebnis abschließt. Diese Abschreibungen sind keine echten Ausgaben, da sie nicht kassenrelevant sind. Aber: Sie verringern unser in der Bilanz ausgewiesenes Eigenkapital. Allerdings kann man an der Stelle auch sagen, dass die OG Weiler eine sehr komfortable Eigenkapitalquote vorweisen kann.  Was können wir aktiv tun um unsere Haushaltsposition zu verbessern: Wir müssen mehr Einnahmen generieren und wir müssen sparen ohne zu geizen. Eine Stellschrauben an der wir drehen können um die Einnahmen zu verbessern ist die Gewerbesteuer: Die Ausweisung eines weiteren Gewerbegebietes war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir konnten alle Gewerbegrundstücke verkaufen, die Nachfrage war da, der Standort Weiler somit interessant. Bislang sind von den 9 Grundstücken 3 bebaut, ein weiteres Betriebsgebäude ist am entstehen. Wann und in welcher Höhe nun die erhofften Gewerbesteuereinnahmen aus diesem Gebiet fließen muss abgewartet werden.  Eine weitere Stellschraube ist die Einkommensteuer: In diesem Zusammenhang ist mir das Thema „Baulanderschließung“ sehr wichtig. Die Ortsgemeinde braucht dringend baureife Grundstücke im eigenen Bestand, damit Bauwillige nicht weiter in Nachbar-gemeinden ausweichen müssen. Dies ist eine wichtige Maßnahme um dem demografischen Wandel, der auch an Weiler nicht vorbei geht, zu begegnen. Durch die Schaffung neuer Baugebiete möchten wir jungen Familien die Möglichkeit schaffen, sich in Weiler anzusiedeln. So sichern wir auch zukünftig den Bestand unseres Kindergartens und der Grundschule und durch den Zuzug von Neubürgern sind höhere Einnahmen aus der Einkommensteuer zu erwarten. Um dies zu schaffen werden wir das Baugebiet „Vorderer Kries“ weiter auf den Weg bringen.  Die Ortsgemeinde Weiler hat alle Grundstücke im Plangebiet erwerben können, die Frage der Entwässerung sowohl des Oberflächenwassers als auch des Schmutzwassers ist geklärt. Jetzt steht noch das Ergebnis des bereits in Auftrag gegebenen Bodengutachtens aus. Das Bebauungsplanverfahren wird auf den Weg gebracht und wir hoffen auf eine zügige Durchführung. Die finanziellen Mittel für die Bezahlung der angekauften Grundstücke und die Erschließung stehen im Haushalt 2014 bereit. Es entstehen rund 25 Baugrundstücke. Die Liste der Kaufinteressenten ist gut gefüllt und gibt Hoffnung, dass die Grundstücke auch zügig verkauft werden können. Eine weitere Einnahmequelle sind Miet-, und Pachteinnahmen, diese sind nach wie vor von der Zahlung jeglicher Umlage befreit. Leider haben wir keinen geeigneten Standort um eine Windenergieanlage zu errichten um daraus Pachteinnahmen zu generieren. Im Bereich Kandrich/Ohligsberg entsteht zwar ein Windpark der zum Teil auf Weilerer Gemarkungsgebiet errichtet wird. Aber: leider gehört der Wald der Stadt Bingen und die Eigentümerin erzielt die Pachteinnahmen. Wir konnten mit Oberbürgermeister Feser aushandeln, dass wir als Gemarkungsgemeinde an den Pachteinnahmen beteiligt werden. Ich möchte betonen, dass dies ein freiwilliges Zugeständnis der Stadtgremien ist, eine rechtliche Grundlage für eine solche Solidarbeteiligung gibt es nicht. Dennoch werden wir, sobald der Solidarvertrag unter Dach und Fach ist, jährlich rd. 12.000,-- Euro Pachteinnahmen, umlagefrei in unsere Kasse bekommen. Ich hätte mir einen solchen Solidarvertrag auch in unserer Verbandsgemeinde Rhein-Nahe gewünscht. Aber die Ortsgemeinden die Standorte für Windenergieanlagen haben, sind nicht bereit, eine Solidargemeinschaft zu bilden. Eine rechtliche Handhabe gibt es nicht, die Bildung einer Solidargemeinschaft basiert auf freiwilliger Basis. Bei der Ausweisung von Neubaugebieten dürfen wir den Altbestand an Bausubstanz nicht aus den Augen verlieren. Zu einer kontinuierlich wachsenden Gemeinde gehört aus meiner Sicht unbedingt auch die Erhaltung und die Wiederbelebung unseres historisch gewachsenen Ortsmittelpunktes. In diese Richtung zielt das fortgeschriebene Dorferneuerungskonzept. Ein deklariertes Ziel dieses Konzeptes ist die Wiederbelebung des Ortskernes rund um unsere Kirche und den Platz „Am Römer“. Daher haben wir alle Anstrengungen unternommen, dass die Neugestaltung des Kirchvorplatzes endlich umgesetzt werden kann. Der Zuwendungsbescheid über einen Zuschuss aus Mitteln der Dorferneuerung kam im Dezember des letzten Jahres. Wir erhalten einen Zuwendungsbetrag in Höhe von 60.000,-- Euro, das sind 50 % der veranschlagten Gesamtkosten. Die gemeindlichen Gremien werden nun, gemeinsam mit Vertretern der Kirche und  den anliegenden Anwohnern die Feinplanung vornehmen, Baubeginn ist im Juni/Juli diesen Jahres vorgesehen. Ein weiteres großes Projekt ist die anstehende Sanierung des Hallendaches über dem Sportlertrakt der Rhein-Nahe-Halle. Die Halle ist 1980 gebaut und das Flachdach über dem Sportlertrakt ist nach 32 Jahren irreparabel undicht und somit kaputt. Auch die Wärmedämmung des alten Flachdaches entspricht in keiner Weise den heute gültigen Standards und bedarf dringend einer Sanierung. Damit wir diese Investition stemmen können, haben wir einen Zuschuss aus Mitteln des Investitionsstockes des Landes Rheinland-Pfalz, beantragt. Der Antrag wurde positiv entschieden, die OG Weiler erhält aus Landesmitteln einen Zuschuss in Höhe von  180.000,-- €. Das entspricht 50% der veranschlagten Gesamtkosten. Im Übrigen wird uns die Erhaltung der Bausubstanz unserer Rhein-Nahe-Halle auch in den nächsten Jahren begleiten. Hier stehen über kurz oder lang die Erneuerung der Heizung und die Erneuerung des Be-, und Entlüftungssystems an. Damit der Gesamtumfang dieser Maßnahmen und die damit unweigerlich verbundenen finanziellen Belastungen aufgezeigt werden, hat der Gemeinderat beschlossen, dass ein Gesamtkonzept zur Renovierung der Halle erstellt werden soll. Dennoch sind wir einer Meinung, dass die Halle für den Erhalt und die Entwicklung unserer Dorfgemeinschaft unverzichtbar ist, und dass die Maßnahmen zur Erhaltung der Bausubstanz alternativlos sind. Der Erhalt unseres Lebensmittelmarktes am Standort Weiler wird unsere besondere Aufmerksamkeit erfordern. Dies ist eine ganz wichtige Maßnahme zur Erhaltung und Förderung der Infrastruktur unserer Heimatgemeinde. Wir haben einen Etat zur maschinellen Aufrüstung unseres Bauhofes eingeplant. In Anbetracht des stetig steigenden Arbeitsanfalles und vor dem Hintergrund hoher Kosten, sind wir gerade im Segment Bauhof, um eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen bestrebt. Zurzeit gibt es Gespräche mit der Stadt Bingen mit dem Ziel die Möglichkeit einer interkommunalen Zusammenarbeit auszuloten. Insgesamt haben wir uns in 2014 vorgenommen weiter in die Infrastruktur von Weiler zu investieren und das – ohne eine Neukreditaufnahme-. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel und das die Erledigung der Vielzahl an Aufgaben einen hohen zeitlichen und auch persönlichen Einsatz erfordert, dürfte jedem klar sein.

Ferner stehen im Jahre 2014 Wahlen an. Am 25. Mai werden die Europawahlen und die Kommunalwahlen stattfinden. Von heute ab gerechnet sind es noch 20 Wochen. Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, die Vertreter für das Europäische Parlament, für den Gemeinderat, für den Verbandsgemeinde-rat und den Kreistag zu wählen. Gleichzeitig stehen auch die ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterinnen und Bürgermeister zur Wahl. Innerhalb unserer Verbandsgemeinde Rhein-Nahe wird eine personelle Neuausrichtung stattfinden. Erst kürzlich war in der AZ zu lesen, dass von 10 Amtsinhabern in der VG nur noch die Hälfte für eine erneute Kandidatur zur Verfügung steht. In vielen Fällen ist das zeitintensive Ehrenamt nicht mit dem Beruf vereinbar, andere bemängeln den nötigen Rückhalt in der Bevölkerung, wieder andere geben nach 3 und mehr Legislaturperioden das Amt in andere Hände. Ich für meinen Teil habe mich, nach reiflicher Überlegung und nach intensiver Abstimmung mit meiner Familie für eine erneute Kandidatur entschieden. Zuerst möchte ich festhalten, dass das Amt mir Spaß macht. Es ist uns gelungen vieles auf den Weg zu bringen, und ich möchte begonnene Vorhaben gerne auch zu einem guten Ende führen. Die Einarbeitungsphase habe ich hinter mir. Gerne würde ich noch mindestens eine Legislaturperiode weitermachen und stelle mich daher am 25. Mai dem Wählervotum.

 

Liebe Gäste, ich denke der Worte sind genug gewechselt. Wir sollten nun zum geselligen Teil der Veranstaltung kommen. Genießen Sie mit mir noch einige Gläser unseres guten Weilerer Weines und probieren Sie die Erzeugnisse der Weingüter Eric Grünewald, Markus Steinberger, Norbert Sturm und Sabine Werkshage. Es ist heute Selbstbedienung angesagt.  Der leckere Sekt den wir zum Empfang genießen konnten stammt aus den Kellern unserer Sektmanufaktur Wolfgang Schreml. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Bitte greifen Sie zu, im Foyer hat uns der Mietkochservice Thorsten Harnecker ein leckeres Buffet vorbereitet. Bevor ich das Buffet eröffne bedanke ich mich bei meinen Beigeordneten für die tatkräftige Unterstützung heute einmal hinter der Theke. Ich finde es großartig, dass die drei mitanpacken, das ist ein Beifall wert. Abschließend bedanke ich mich bei Jürgen Bootz für den guten Ton. Er ist kurzfristig eingesprungen, und hat seine Mikrofonanlage zur Verfügung gestellt. In unserer Anlage ist durch ein Kabelbrand der Verstärker kaputt. Das Ersatzgerät ist zwar bestellt aber noch nicht geliefert. Ich eröffne hiermit das Buffet und wünsche einen  guten Appetit.  Weiterhin wünsche ich uns allen noch einige gesellige Stunden und bedanke mich ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit.