Termine

Sa. 22. Apr. - Ortsbegehung
(Ortsgemeinde Weiler)

Di. 25. Apr. - Gemeinderat
(Ortsgemeinde Weiler)

Do. 27. Apr. - Jahreshauptversammlung
(Weilerer Hexen mit Herz)

Fr. 28. Apr. - Jahresausflug ins Sinntal
(Naturschutzgruppe Weiler und Umgebung e.V.)

Fr. 28. Apr. - Jahreshauptversammlung
(Männergesangsverein Liederkranz 1886 Weiler e.V.)

So. 30. Apr. - Maibaumstellen
(Ortsgemeinde Weiler)

Mo. 01. Mai. - Grillfest in der Klamm
(Wanderfreunde Steckeschlääfer)

So. 07. Mai. - Erstkommunion
(Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena)

So. 14. Mai. - Sommerfest
(Freunde der Feuerwehr Weiler)

Mi. 17. Mai. - Fahrt zum Jägerhaus
(Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena)

Do. 18. Mai. - Wallfahrt nach Marienthal
(Katholische Frauengemeinschaft)

Fr. 19. Mai. - Mitgliederversammlung
(CCW - Carneval Club 1956 Weiler e.V.)

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Klingler, sehr geehrter Herr Vorsitzender Thommes, sehr geehrter Herr Landrat Schick, Herr Bürgermeister Riediger und Herr Kreismusikverbandsvorsitzender Bersch, liebe Freundinnen und Freunde der Musik, als Ortsbürgermeisterin bin ich sehr froh, dass wir heute den neuen Proberaume für unseren Musikverein offiziell einweihen können. Bis dahin war es ein langer Weg. Bevor ich auf das aktuelle Projekt näher eingehe möchte ich kurz einige Worte zum Gebäude verlieren. Es handelt sich um ein historisches Haus. Es ist die „Alte Schule“ von Weiler.

Das Gebäude, so wie es sich heute präsentiert, ist in 4 Bauphasen von 1844 – 1913 entstanden. Wir befinden uns jetzt im ersten Bauabschnitt und somit im ältesten Teil der 1844 erbaut wurde.  Im Parterre gab es zwei Lehrerwohnungen und im ersten Stock 2 Klassenräume. In einer der beiden Lehrerwohnungen befinden wir uns im Moment, die Räumlichkeiten waren bis zum Jahr 2008 an Privatleute vermietet. Die zweite Lehrerwohnung ist heute das katholische Pfarrbüro. In den ehemaligen Klassenzimmern sind heute der WCV und die Ges. der Heimatfreunde untergebracht. In diesem Gebäudeteil gibt es noch 2 wunderschöne Gewölbekeller. Einer dient der Messdienergruppe als Gruppenraum und Treffpunkt. Im zweiten Gewölbekeller ist der Jugendraum untergebracht. Er ist Treffpunkt der Jugendlichen in Weiler und steht unter der Verwaltung des Jugendrates. Dann folgte der Mittelbau mit einem Klassenraum im Parterre (heute Bücherei) und einer weiteren Lehrerwohnung im Obergeschoss (heute Archivräume). 1899 bereits wurde das Schulgebäude um den Westbau erweitert. Im Parterre war und ist das Bürgermeisterbüro mit Vorzimmer untergebracht.

Im ersten Stock kam ein weiterer Klassenraum (heutiger MGV-Raum) hinzu. Mit der 4. und letzten Bauphase wurde der Süd-Westanbau im Jahr 1913 fertig. Im Parterre und im ersten Stock entstanden 2 weitere Klassenräume, einer davon der alte Proberaum des MV und der Raum des CCW. Im Jahr 1911 besuchten 383 Kinder die Weilerer Volksschule. Sie wurden in 6 Klassenräumen unterrichtet. Derzeit ist im gesamten Gebäudekomplex noch eine wohnwirtschaftlich vermietete Einheit, die restlichen Räume stehen den örtlichen Vereinen und Institutionen zur Verfügung. Im Laufe der Zeit ist aus der „Alt Schul“ ein „Haus der Vereine“ geworden. Kommen wir zurück zum neuen Proberaum. Bereits im Februar 2008 fanden die ersten Gespräche zwischen den Verantwortlichen des MV und der Gemeindeverwaltung statt. Der Proberaum des Musikvereins im Rathausgebäude war eindeutig zu klein geworden. Das Orchester ist in den zurückliegenden Jahren stetig gewachsen und umfasst derzeit 70 aktive Musikerinnen und Musiker. Daneben gibt es noch das Jugendorchester mit gut 30 jungen Leuten die sich die Musik zum Hobby gemacht haben. Der alte Proberaum ist 54 qm groß. Das bedeutet, dass bei voller Besetzung - weniger als 1qm an Platz pro Musiker zur Verfügung steht. Rechnet man dann noch den Platzverbrauch der Instrumente hinzu, dürfte jedem klar sein, dass durch diese akute Raumnot ein vernünftiger Probebetrieb kaum noch möglich ist. Die gemeindlichen Gremien haben gemeinsam mit dem Vorstand des MV in vielen Gesprächen nach einer Lösung für das Platzproblem gesucht und schließlich auch gefunden.

Die ehemalige Wohnung „Matthes“ sollte das neue Domizil des Musikvereins werden. Der Bauantrag für den Umbau wurde am 5.3.2012 gestellt und die Baugenehmigung am 5.6.2012 erteilt. Im Juli 2012 wurde mit den Rückbauarbeiten begonnen. Die Innenwände der ehemaligen Wohnung wurden komplett entfernt, ein Stahlträger musste aus statischen Gründen eingebaut werden. Loser und beschädigter Innenputz wurde ausgebessert, eine Akustikdämmung als Wandbekleidung angebracht und eine abgehängte Akustikdecke eingezogen. Leider war der aus dem Jahr 1844 stammenden Holzfußboden nicht mehr zu retten. Ursprünglich sollten die alten Dielen aufgearbeitet werden, aber die alten Holzbretter waren faul und/oder mit Holzwurm befallen. Passend zu Stil des Gebäudes haben wir uns für einen Holzfußboden in Eiche entschieden. Schließlich wurden noch neue Türen eingebaut und die Toilettenanlage im Parterre wurde saniert. Im September 2013, nach 15 Monaten Bauzeit, war das Vorhaben bis auf kleinere Restarbeiten fertig. Trotz der langen Bauzeit konnte der Spiel-, und Probebetrieb beim MV ganz normal weiterlaufen, der alte Proberaum stand ja noch zur Verfügung. Insgesamt hat die Ortsgemeinde einen Betrag von ca.60.000,-- Euro investiert.

Diese Investition ist hoch, allerdings wertet sie im Gegenzug das Gebäude auf und dient der Erhaltung der historischen Bausubstanz. Die Mitglieder des Musikvereins haben im Übrigen viel Geld durch eingebrachte Eigenleistungen bei den Sanierungsarbeiten eingespart. Ich bin überzeugt, dass es eine gut vertretbare Investition für all jene engagierten Menschen im Musikverein, die mehr tun als sie müssen. An der Stelle danke ich Wolfgang Bell, er hat in einer Doppelfunktion als Musiker und Ratsmitglied als Mediator fungiert. Danke an dich, lieber Wolfgang. Der Musikverein gibt im Laufe eines Kalenderjahres auch wieder viel an die Gemeinschaft zurück. Vielen Veranstaltungen verleihen die Musikerinnen und Musiker mit ihren Beiträgen erst den notwendigen Rahmen ich denke z.B. an unseren Fastnachtsumzug, die Kirmes, das Dorffest, den Martinsumzug, den Volkstrauertag um nur einige wichtige zu nennen. Beim diesjährigen Konzert präsentierte sich das Orchester in glänzender Verfassung. Ich bin stolz darauf, dass wir einen so engagieren und leistungsstarken Musikverein haben. Die Mitglieder im Gemeinderat schätzen die Arbeit der vielen ehrenamtlich Tätigen und unterstützen die Arbeit der zahlreichen engagierten Ortsvereine so gut es eben geht. Ich wünsche den Musikerinnen und Musikern viele erfolgreiche Proben im neuen Proberaum. Ich wünsche mir aber auch, dass der liebevoll hergerichtete Raum zu einer Begegnungsstätte wird und den Musikerinnen und Musikern ein Stück „Zu Hause“ vermittelt.