Termine

Sa. 22. Apr. - Ortsbegehung
(Ortsgemeinde Weiler)

Di. 25. Apr. - Gemeinderat
(Ortsgemeinde Weiler)

Do. 27. Apr. - Jahreshauptversammlung
(Weilerer Hexen mit Herz)

Fr. 28. Apr. - Jahresausflug ins Sinntal
(Naturschutzgruppe Weiler und Umgebung e.V.)

Fr. 28. Apr. - Jahreshauptversammlung
(Männergesangsverein Liederkranz 1886 Weiler e.V.)

So. 30. Apr. - Maibaumstellen
(Ortsgemeinde Weiler)

Mo. 01. Mai. - Grillfest in der Klamm
(Wanderfreunde Steckeschlääfer)

So. 07. Mai. - Erstkommunion
(Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena)

So. 14. Mai. - Sommerfest
(Freunde der Feuerwehr Weiler)

Mi. 17. Mai. - Fahrt zum Jägerhaus
(Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena)

Do. 18. Mai. - Wallfahrt nach Marienthal
(Katholische Frauengemeinschaft)

Fr. 19. Mai. - Mitgliederversammlung
(CCW - Carneval Club 1956 Weiler e.V.)

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Ansprache der Bürgermeisterin:

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Gäste des heutigen Neujahrsempfangs,

Wenn man will, dass das Jahr erfolgreich wird,
muss man am ersten Januar damit beginnen

In diesem Sinne begrüße ich Sie - auch im Namen der Beigeordneten, Marina Maschtschenko, Peter Zimmermann und Werner Bappert - auf das herzlichste zum traditionellen Neujahrsempfang der OG Weiler.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Jahr 2017. Vor allem Gesundheit, Glück und persönliches Wohlergehen. Uns allen wünsche ich weiterhin ein Leben in Frieden und Freiheit.

Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind und so zahlreich zu diesem „Bürgerempfang“ gekommen sind. Es liegt mir sehr viel an diesem Empfang, der vor allem auch eine Gelegenheit für gute und interessante Gespräche und einen regen Austausch über unsere Gemeinde bieten soll.

Ich verzichte heute auf die namentliche Begrüßung der Ehrengäste, denn Sie sind heute alle Ehrengäste. Stellvertretend heiße ich den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, Karl Thorn mit seiner Frau Judith auf das herzlichste Willkommen bei uns in Weiler.

Ich begrüße gebündelt alle Vertreter der Grundschule Heilig-Kreuz, des Kindergartens Sankt Franziskus, der katholischen sowie evangelischen Kirchengemeinde, die Vertreter der freiwilligen Feuerwehr Weiler, die Mitglieder des Gemeinderates sowie die Vertreter unserer vielfältig engagierten Vereine und Institutionen. Und ganz besonders begrüßen möchte ich heute die zukünftigen Neubürger von Weiler, ich freue mich, dass die Grundstückseigentümer aus dem Neubaugebiet „Am vorderen Kries“ heute zu unserem Empfang gekommen sind. Dies zeigt, dass Sie sich für ihre zukünftige Heimatgemeinde interessieren und ich werte dies als Zeichen der Bereitschaft, sich in unsere Dorfgemeinschaft integrieren zu wollen. Ich freue mich, dass Sie alle hier sind.

Leider fehlen heute liebe Gäste. die sonst immer wenn es möglich war, am Neujahrsempfang der OG Weiler teilgenommen haben. Wir gedenken an diesem Tag unserer beiden im letzten Jahr verstorbenen Ehrenbürger. Erinnern wir uns an Ewald Rittweiler und Franz Kellermeier, beide haben viel zum Wohl unserer Gemeinde beigetragen und nachhaltig sichtbare Zeichen gesetzt.

Herzliche Grüße richte ich an unsere Partnergemeinde Sona und wünsche den dort lebenden Menschen ein gutes Jahr 2017. Dies gilt selbstverständlich auch für unsere Freunde vom Carnevalverein „Lo Tzigano“ in Lugagnano. Eine Abordnung unserer italienischen Freunde erwarten wir in diesem Jahr über die Fastnachtstage.

Klicken für DetailansichtMeine sehr geehrten Damen und Herren,

wenn wir beim Jahresrückblick über die Grenzen unserer Gemeinde und unseres Landes hinausschauen, dann müssen wir feststellen, dass wir in der Welt insgesamt von einem Zustand des Friedens und der Angstfreiheit leider weit entfernt sind. Da tobt nur wenige Flugstunden von uns entfernt in Syrien und im Irak, in Nigeria und in vielen anderen Ländern ein furchtbarer Krieg. Millionen Menschen sind nach wie vor auf der Flucht. Und aktuell stehen wir alle noch unter dem Schock der furchtbaren Terroranschläge des vergangenen Jahres. Mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin hat der Terror nun auch Deutschland erreicht. Dieser Terror und die Geisteshaltung, die dahinter steht, – das ist etwas, was vielen Menschen Angst macht oder zumindest Sorgen bereitet.

In diesem Jahr stehen uns spannende Wahlen ins Haus. In drei Bundesländern finden Landtagswahlen statt. Im März wählt das Saarland, im Mai Schleswig-Holstein und ebenfalls im Mai Nordrhein-Westfalen. Interessant ist der Ausgang der Wahl in NRW. Mit 17,6 Mio Einwohner spiegelt diese Wahl die Einstellung von rund 22 % der Deutschen wider. Dieser Wahlgang wird richtungsweisend sein für die im September stattfindende Bundestagswahl. Es wird sich zeigen, ob die Kanzlerin Angela Merkel für Ihre Flüchtlingspolitik abgestraft wird und ob die AfD in unserem Land weiter an Boden gewinnt. Im April dieses Jahres wählen die Franzosen einen neuen Staatspräsidenten oder auch eine Präsidentin. Entscheidet Marine Le Pen vom Front National die Wahl für sich, werden wir in Frankreich einen Ruck nach rechts erleben. Steht dann nach dem Brexit auch ein Frexit bevor? Dies alles beschädigt das eh schon empfindlich gewordene Konstrukt Europa und wirft die berechtigte Frage nach der Zukunft von Europa auf.

Terror, Kriege, Flüchtlingskrise, Wahlen mit ungewissem Ausgang –all diese Themen werden uns im neuen Jahr beschäftigen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Gäste, kommen wir zurück nach Weiler ...

Zu einem Neujahrsempfang gehören drei Blicke unabdingbar dazu:

Der Rückblick auf das vergangene Jahr Der Blick darauf, wo und wie wir heute stehen Und natürlich der Blick in die Zukunft.

Lassen Sie mich zunächst auf einige für Weiler wichtige Ereignisse des Jahres 2016 zurückblicken

Beginnen möchte ich mit dem „Belle Saal“. Das historische Gebäude an der Stromberger Straße ist saniert und erstrahlt nach dem Umbau in neuem Glanz. Ich bin der Meinung dass der Umbau sehr schön geworden ist und die Aufarbeitung der historischen und denkmalgeschützten Gebäudefront sehr zur Verschönerung unseres Dorfbildes beiträgt. Im Innenbereich ist ein ansprechendes Café entstanden, das von den Mietern mit viel Liebe zum Detail eingerichtet wurde.

Der „Belle Saal“ ist zwar kein Projekt der OG Weiler, aber die Verwaltung hat schon etwas nachgeholfen dass das Projekt umgesetzt werden konnte. Als das Gebäude – nach den nicht realisierten Umbauplänen des Voreigentümers – erneut zum Verkauf stand, stellte sich mal wieder die Frage: „Was wird aus dem historischen Gebäude, was wird aus dem „Belle Saal“? Die OG Weiler hat sich von dem Gedanken, den Belle Saal zu erwerben, endgültig verabschiedet. Das dauerhafte Immobilienmanagement eines solchen Areals ist für eine Kommune nicht zu leisten. So reifte die Idee, den Kauf des gesamten Areals dem Eigentümer des angrenzenden Lebensmittelmarktes schmackhaft zu machen. In mehreren Gesprächen ist es mir tatsächlich gelungen, den Investor vom Kauf zu überzeugen. Mit der richtigen Geschäftsidee und dem notwendigen Kapital in der Rückhand entstand das neue Café.

Ein ebenso imposantes, sowie ortsbildprägendes und deshalb erhaltenswertes Gebäude ist die „Alt Schul“, in der auch das Rathaus untergebracht ist. Die Unterhaltung dieses historischen Gebäudes ist eine Daueraufgabe. Im vergangenen Jahr mussten wir einen Teil der baufälligen Stützmauer im Rathaushof erneuern. Gekostet hat diese Unterhaltungsmaßnahme rund 100 TEU. Hinzu kommen noch die bereits bestellten Hintereingangs-Türen zum Rathaushof, die noch im Januar eingebaut werden.

Ein Projekt des Jahres 2016 könnte man unter das Motto „was lange währt, wird endlich gut“ stellen. Damit meine ich die Signalanlage am Fußgängerüberweg auf der Stromberger Straße in Höhe der „Alt Schul“. Nach unzähligen Schreiben, Petitionen, Emails sowie Telefonaten mit dem LBM, konnten wir endlich, nach jahrelangem zähem Ringen, die Druckampel am gefährlichen Überweg installieren. Der LBM hat die Kosten für die Signalanlage übernommen, in die Zuständigkeit der OG fielen die notwendigen Tiefbauarbeiten.

Im Oktober 2016 gab es in Weiler ein großes Jubiläumsfest. Unsere kath. Pfarrkirche St. Maria Magdalena wurde 150 Jahre alt. Diesen Geburtstag haben Pfarrgemeinde und Zivilgemeinde gebührend gefeiert. In diesem Zusammenhang darf das Jubiläumsbuch nicht unerwähnt bleiben. Das Buch ist eine wertvolle Sammlung von Berichten, Recherchen und tollen historischen Fotografien, die nicht nur für die Kirchengemeinde interessant sind. Das Buch dokumentiert auch ein Stück Geschichte unseres Ortes. Danke dafür an das gesamte Redaktionsteam und Danke auch an Helmut Weiss der die Redaktionsleitung übernommen hat. Wer noch kein Buch sein eigen nennt, kann dies zum Preis von 20,-- € im Rathaus erwerben.

Ein absolutes Highlight am Jubiläumswochenende war das Gemeinschaftskonzert in der Pfarrkirche. Unser Kirchenchor Cäcilia, unser Männerchor und unser Musikverein haben in einem sehr bewegenden und beeindruckenden Konzert ihr Können unter Beweis gestellt. Glauben Sie mir, ich war noch selten so stolz Bürgermeisterin von Weiler zu sein, wie an diesem Abend. Alle Aktiven Sängerinnen und Sänger sowie Musikerinnen und Musiker sind ausnahmslos Bürgerinnen und Bürger von Weiler, die allesamt ehrenamtlich ihr Können in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Das zeichnet unsere Gemeinde aus. Und darauf können und sollten wir stolz sein. Zu guter Letzt war das Jubiläum ein würdiger Rahmen den neugestalteten Kirchenvorplatz endlich einzuweihen.

Klicken für DetailansichtDie Baureifmachung des ehemaligen Gemeindegrundstückes „Im Flur“ besser bekannt unter „Grundstück Mehrgenerationenhaus“ konnten wir 2016 abschließen. Die Entfernung der Altlasten kam zwar erheblich teurer als geplant. Dennoch überstieg der Verkaufserlös des Baulandes die Kosten der Baureifmachung deutlich. Aber nicht nur der finanzielle Mehrwert macht dieses Projekt für die Gemeinde interessant. In 2 Mehrfamilienwohnhäusern entstehen 20 neue Mietwohnungen. Fertigstellungstermin ist Frühjahr dieses Jahres. Der Investor hat zur Finanzierung dieses Wohnbauprojektes Kreditmittel der ISB-Förderbank erhalten und ist damit an eine festgelegte Mietobergrenze gebunden. Dies macht die Wohnungen nicht nur attraktiv sondern auch bezahlbar. Da wir zurzeit nur noch wenig Bauerwartungsland haben, wird die Schließung von solchen innerörtlichen Baulücken immer mehr in den Fokus rücken.

Das Baugebiet „Am vorderen Kries“ ist ein Projekt auf das ich zufrieden zurückblicke. Im März des letzten Jahres begannen wir – witterungsbedingt mit etwas zeitlicher Verzögerung – mit den Erschließungsarbeiten. Nach gut 8 Monaten war Mitte November die Erschließung soweit fertig, dass das Gebiet zur Bebauung freigegeben werden konnte. Die ersten Bauvorhaben sind bereits begonnen. Es entstanden 27 Baugrundstücke. Da die Nachfrage einfach riesig war, konnten alle Bauplätze komplett im letzten Jahr verkauft werden. 15 davon gingen an Familien aus Weiler, der Rest wurde an Auswärtige Interessenten verkauft. Viele junge Familien werden so in Weiler bleiben. Zusätzlich werden aber auch junge Familien nach Weiler zuziehen. Die Umsetzung des Baugebietes ist eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung unserer dörflichen Infrastruktur sowie eine Maßnahme um dem demografischen Wandeln entgegen zu wirken.

Das Großprojekt „Energetische Sanierung der Rhein-Nahe-Halle“ begleitet uns nun bereits seit geraumer Zeit. 2014 wurde der erste Bauabschnitt umgesetzt. Im letzten Jahr konnte dann der 2. Abschnitt fertiggestellt werden. Der Sportlertrakt ist nun komplett energetisch und baulich saniert. Die Gesamtkosten der ersten beiden BA liegen bei rund 860.000,-- €. .Finanziert haben wir diese Maßnahme mit Hilfe von Mitteln aus dem Investitionsstock des Landes in Höhe von 160 TEU und durch die Sportstättenförderung des LK Mainz-Bingen in Höhe von 150 TEU. Die fehlenden 550 TEU konnten wir komplett aus Eigenmitteln finanzieren.

Bevor ich noch einen Blick in die Zukunft wage, möchte ich aber noch einige Worte dazu sagen, wo wir heute stehen.

Zum Stichtag 31.12.2016 hatten wir in Weiler 2.592 Einwohner. Davon mit Hauptwohnsitz 2.498 und 94 mit Nebenwohnsitz. Die Tendenz ist aufgrund des Demografischen Wandels, der auch an Weiler nicht vorbeigeht, rückläufig. Das belegen die Vergleichszahlen aus 2014. Vor 2 Jahren hatten wir noch 2622 Einwohner, das sind aktuell 30 weniger. Sicherlich sind dies stichtagsbezogene Zahlen, dennoch ist die Richtung erkennbar.

48 % der Einwohner sind männlich und 52 % weiblich

16,5 % der Einwohner sind evangelisch, 56,8 % katholisch, 25 % konfessionslos, 1 % Sonstige

Weiler hat vergleichsweise noch eine gut aufgestellte Infrastruktur. Mit der Kindertagesstätte, der Ganztagsschule, dem Lebensmittelmarkt und weiteren Einzelhändlern können wir zurzeit noch punkten. Daneben bietet die Rhein-Nahe-Halle mit dem Sportplatz eine Plattform für reges Vereins-, Kultur und Sportleben. Nicht zu vergessen die tolle Anlage des Tennisclub Weiler. Zwei Gaststätten, ein Gutsausschank und eine Straußwirtschaft sorgen für das leibliche Wohl und die Geselligkeit.

Es muss unser oberstes Ziel sein diese Infrastruktur zu erhalten und zu stärken. Eigentlich müssten wir unsere Gastwirte auf Händen tragen, denn mehr als 250 Dörfer in Rheinland Pfalz haben schon jetzt keine eigene Gaststätte mehr. Diese Zahl wird sicherlich in den nächsten Jahren noch zu nehmen. Daher meine eindringliche Bitte:

Unterstützen Sie unsere Einzelhändler, unsere Gastwirte und den Weilerer Lebensmittelmarkt. Wenn wir es nicht tun, wer denn sonst. Jeder der das Angebot in Weiler nicht nutzt, darf sich dann auch nicht beschweren, wenn nach und nach die Geschäfte und die Gaststätten schließen. 

Weiler hatte im vergangenen Jahr wieder viele tolle Veranstaltungen zu bieten. Insgesamt haben sich die Ortsvereine in gewohnter Weise zum Wohl unserer Dorfgemeinschaft in vielfältiger Weise eingebracht. Der Blick auf den Veranstaltungskalender verspricht auch in 2017 viele interessante Veranstaltungen.

An dieser Stelle möchte ich der Firma eventdesign schnaas und hier ganz besonders, Mario Schnaas, herzlich für die Unterstützung danken. Die Druckkosten für den Veranstaltungskalender der Ortsgemeinde werden auch in diesem Jahr von der Firma eventdesign schnaas übernommen.

Lassen Sie mich nun einen Blick auf das vor uns liegende Jahr 2017 richten. Was wird uns dieses neue Jahr bringen? Was haben wir uns vorgenommen?

Wir werden auch in diesem Jahr weiter in die Rhein-Nahe-Halle investieren. Der 3. Bauabschnitt umfasst die energetische und bauliche Sanierung der Halle mit Foyer und Eingangsbereich. Das Hallendach wird erneuert, es gibt eine neue Heizung in Form einer integrierten Deckenstrahlheizung sowie eine neue Akkustikdecke in der Halle. Die Beleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt, alle Fenster und Türen werden erneuert, die Sanitärbereiche saniert. Noch in der Abwägung steht die Erneuerung der Prallwand in der Halle. Die geschätzten Kosten für den 3. Bauabschnitt betragen rund 1,6 Mio €. Alle Fraktionen im Rat waren sind sich über die Notwendigkeit dieser Sanierungsmaßnahmen schon lange einig. Nur Vorschläge wie das Ganze zu finanzieren sei, die fehlten.

Als im Jahr 2015 bekannt wurde, dass Bund und das Land Rheinland-Pfalz ein Förderprogramm für kommunale Investitionen auflegt, wurden wir hellhörig. Als dann weiter klar wurde, dass nur finanzschwache Kommunen, möglichst Teilnehmer am kommunalen Entschuldungsfonds antragsberechtigt sind, keimte sowas wie Hoffnung in mir. Wir hatten ein passendes Projekt und wir waren Teilnehmer am kommunalen Entschuldungsfonds. Allerdings war nicht klar, ob wir überhaupt als antragsberechtigte Kommune eingestuft werden. Erst als der Landkreis Mainz-Bingen die Prioritätenliste vorlegte war klar: Weiler war eine der wenigen antragsberechtigten Kommunen im Landkreis Mainz-Bingen. Spätestens jetzt müssten alle Zweifler und Kritiker unserer Teilnahme am Entschuldungsfonds verstummen, denn ohne wären wir überhaupt nicht antragsberechtigt gewesen. Noch Ende 2015 haben wir den Antrag, mit Unterstützung der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, auf den Weg gebracht. Dann folgte ein ganzes Jahr bangen Wartens. Erst Ende September des letzten Jahres kam der positive Bescheid: Die energetischen Sanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 882.000,-- € werden zu 90% bezuschusst. Wir erhalten Fördergelder aus dem kommunalen Investitionsprogramm in Höhe von 794.000,-- Euro. Die baulichen Maßnahmen sowie die verbleibenden 10% der energetischen Kosten muss die Gemeinde selbst schultern. Da wir diesen Betrag in Höhe von rd. 800.000,-- € weder auf einem Sparbuch haben noch aus dem Haushalt der OG zahlen können, geht dieses Projekt nicht ohne Kreditaufnahme. Diese Kreditaufnahme ist vertretbar, da wir damit eine langfristige Investition in die gemeindliche Infrastruktur leisten. Die Halle ist für das kulturelle und sportliche Leben in unserem Dorf unverzichtbar. Zusätzlich helfen die historisch niedrigen Zinssätze.

Klicken für DetailansichtBei aller Euphorie gibt es auch einen Wermutstropfen. Die Rhein-Nahe-Halle mit der Bürgerstube wird ab Mitte April für gut 8 Monate für jegliche Veranstaltung geschlossen werden müssen. Ein derartig großer Umbau funktioniert nicht bei laufendem Betrieb. Die größte Unsicherheit ist jedoch der projektierte Fertigstellungstermin. Sie können mir glauben, wir werden alles daran setzen, bis Dezember d. Jahres fertig zu sein, aber garantieren kann dies leider niemand. Ich bitte jetzt schon alle Vereine und Nutzer der Halle hierfür um Verständnis. Aber ich betone nochmal: Seit Jahren wird die Sanierung der Halle eingefordert, die Notwendigkeit steht außer Frage. Jetzt haben wir durch die Fördermittel von fast 800 TEU die einmalige Chance die Sanierung umzusetzen. Ja wenn nicht jetzt, wann dann?

In die bauliche Erneuerung des Rathauses und der „Alt Schul“ werden wir weiter investieren. So ist im Jahr 2017 der Einbau einer Zentralheizung in den gesamten Gebäudekomplex vorgesehen. Zur Zeit werden die Räumlichkeiten durch Thermen in den jeweiligen Etagen oder gar durch einzelne Gasöfen beheizt. Dies ist sehr wartungs- und kostenintensiv und hält keiner kritischen energetischen Prüfung stand. Diese Maßnahme ist wichtig, zumal die Räume in den Gebäuden „Alt Schul“ und „Rathaus“ immer mehr mit Leben gefüllt werden. Das Gebäude hat sich inzwischen zum „Haus der Vereine“ entwickelt.

Das Jahr 2017 wird das Jahr der „Gebäudesanierungen“ werden. Das Bistum Trier, als Träger der Kindertagesstätte, plant eine umfangreiche energetische und bauliche Sanierung am Kindergarten St. Franziskus. Die geschätzten Kosten hierfür liegen bei rd. 540.000,- €. Das Bistum Trier ist bereit 35 % dieser Kosten zu tragen. Die verbleibenden 65 % müssen von der OG übernommen werden. Das Bistum hat unmissverständlich klar gemacht, dass ohne die Kostenübernahme der Kommune die Sanierung nicht laufen wird. In den nun anlaufenden Gesprächen werde die Details und die Konditionen zu klären sein. Sollte diese Maßnahme wie jetzt projektiert umgesetzt werden, müssen wir auch hierfür einen Kredit aufnehmen. Der Gemeinderat und die entsprechenden Ausschüsse werden sich mit diesem Thema auseinandersetzen müssen.

Ein weiteres Thema mit dem sich die gemeindlichen Gremien in diesem Jahr befassen werden, ist die sukzessive Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Zum einen leisten wir damit einen Beitrag zur Reduzierung der CO2 Emissionen, indem wir Energie einsparen. Das Ganze hat aber auch einen weiteren positiven Aspekt, denn wir werden dadurch auch unsere Energiekosten reduzieren und so einen Beitrag zur Konsolidierung unseres Gemeindehaushaltes leisten.

Durch den schnellen Abverkauf der Grundstücke im Baugebiet „Am vorderen Kries“ hat die OG derzeit kein baureifes Land im Angebot. Daher werden wir uns mit der Ausweisung eines weiteren Baugebietes beschäftigen, damit die nach wie vor vorhandene Nachfrage nach Bauland bedient werden kann. Das Land macht es den Kommunen derzeit nicht einfach, neues Bauland auszuweisen. Die im Landesentwicklungsprogramm festgelegten Schwellenwerte für die Baulandentwicklung in den nächsten 10 Jahren, ist alles andere als nachvollziehbar. Die OG Weiler hat sich, wie viele andere Kommunen auch, gegen diese Festlegung von Schwellenwerten gewehrt, aber leider ohne Erfolg. Einige Kommunen haben dagegen Klage erhoben, warten wir den Ausgang des Verfahrens ab. 

Es gibt zahlreiche Projekte die wir mittelfristig noch auf unserer Agenda haben, so z.B. den weiteren Ausbau der Gemeindestraßen. Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, nur haben wir durch das Großprojekt Halle in diesem Haushalt keine Finanzmittel frei.

Insgesamt haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt und dass die Erledigung der Vielzahl von Aufgaben einen hohen zeitlichen und auch persönlichen Einsatz erfordert, dürfte jedem klar sein. Ferner bedarf es hierfür einer ordentlichen Portion an „Motivation“. All das funktioniert nur wenn die gemeindlichen Gremien vertrauensvoll zusammenarbeiten und das gleiche Ziel vor Augen haben. Daher nutze ich die Gelegenheit, mich bei allen ehrenamtlichen Mitgliedern des Gemeinderates, der Ausschüsse und bei meinen 3 Beigeordneten für das vertrauensvolle Miteinander zu bedanken. Dazu fällt mir ein Spruch der britischen Politikerin von Margret Thatcher ein die sagte:

„Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, wenden Sie sich an einen Mann. Wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau.“ 

Nun kommen wir zu einem besonderen Highlight dieser Veranstaltung: Zu den angenehmen und erfreulichen Aufgaben einer Bürgermeisterin gehört es, besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger von Weiler auszeichnen zu dürfen. In der Ehrensatzung der Ortsgemeinde Weiler ist geregelt, dass Persönlichkeiten, die sich um das Wohl und Ansehen der Ortsgemeinde Weiler verdient gemacht haben, ausgezeichnet werden. Nur wenn sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Heimatgemeinde identifizieren, sind sie bereit, sich für ihre Gemeinde, sei es im Gemeinderat oder in Vereinen, zu engagieren.

Mein Dank gilt an dieser Stelle allen, die sich in irgendeiner Form ehrenamtlich betätigen. Unser Schatz sind unsere Bürger. Weiler ist attraktiv und aktiv, was ein Verdienst der vielen Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde ist. Unsere Schatzkiste besteht nicht aus Geld, sondern aus Bürgerinnen und Bürgern. Ohne das große ehrenamtliche Engagement wäre die Lebensqualität in unserer Gemeinde um vieles geringer.

Nun gibt es einige, die es sich zur persönlichen Aufgabe gemacht haben, für dieses Gemeinwesen besonders viel beizutragen und sich über viele, viele Jahre hin stark zu engagieren. Dabei gibt man viel von sich für andere, aber man hat auch viel Freude dabei. Irgendwann ist es an der Zeit, dann muss die Dorfgemeinschaft auf einen zukommen und dafür danken, dass man über die Maßen Zeit in diese Dorfgemeinschaft investiert hat.

Stellvertretend für alle möchte der Gemeinderat deshalb heute drei Mitglieder aus unserer Gemeinde mit einer besonderen Auszeichnung danken: Frau Cornelia Stahl, Herrn Fred Sittek und Herrn Heinz-Josef Bell.

Cornelia StahlFrau Cornelia Stahl erhält die heutige Auszeichnung für jahrelanges ehrenamtliches Engagement für die Weilerer Fastnacht. Sie war 30 Jahre lang Vorstandsmitglied des Carneval Clubs Weiler. 1991 übernahm Sie die Führung des Carneval Clubs und wurde zur Ersten Vorsitzenden gewählt.

Die Führung eines Vereins ist an sich schon eine anspruchsvolle Aufgabe, die Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Führungsqualitäten abverlangt. Das Besondere daran ist, dass Sie, liebe Frau Stahl, die erste Frau waren, die den Vorsitz eines Weilerer Vereins übernommen haben. Bis dahin waren diese Positionen in Weiler ausschließlich von Männern besetzt. Unter diesen Voraussetzungen war es sicher nicht immer einfach sich Respekt und Gehör zu verschaffen. Das erfordert eine gute Portion Selbstbewusstsein, Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen sowie ein dickes Fell. Sie mussten schlichtweg gesagt: als Frau Ihren Mann stehen. Hierfür haben Sie meine volle Anerkennung, denn ich weiß wovon ich rede.

Mit viel Motivation und Freude an diesem Amt haben Sie den CCW 19 Jahre lang geführt. Und dies bekanntlich mit sehr viel Erfolg. 2010 entschloss sich Frau Stahl, sicherlich mit der einen oder anderen Träne im Auge, nicht mehr für dieses Amt zu kandidieren! In Anerkennung Ihrer Verdienste um den Carneval Club wurde Sie 2010 zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Im November des letzten Jahres wurde Sie Ehrenmitglied im CCW.

Neben dem Engagement für die Weilerer Fastnacht ist Frau Stahl seit Jahren im Ausschuss zur Vorbereitung des jährlichen Weilerer Dorffestes tätig.

Die Gemeinde Weiler möchte sich bei Frau Cornelia Stahl bedanken und ihr in Würdigung ihrer besonderen, langjährigen Verdienste zum Wohle und zum Ansehen der Ortsgemeinde Weiler das Ortssiegel mit Anstecknadel verleihen.

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Fred SittekFred Sittek‘s Engagement für das Gemeinwohl begann mit der Gründung der Rhein-Nahe-Wanderer im Jahr 1986. Hier war er Gründungsmitglied, sozusagen ein Mann der ersten Stunde. Er unterstützt die Rhein-Nahe-Wanderer ab Gründung nun seit 30 Jahren als Mitglied des Vorstandes. Zunächst hatte er die Funktion des Kassenwarts inne. Im Jahr 1996 Jahren übernahm er dann den Vorsitz und bis heute leitet er die Geschicke der Rhein-Nahe-Wanderer als 1. Vorsitzender. Das sind nun 20 Jahre, in denen Herr Sittek diesen Posten innehat.

Das Wandern ist eines seiner Hobbys. Aus dieser Passion heraus hat er die Patenschaft für den Wanderweg „ Rhein-Nahe-Schleife“ übernommen. Weiterhin beteiligt er sich bei der Organisation und der Durchführung des jährlichen Wandererlebnistages der Rhein-Nahe-Touristik.

Fred Sittek ist Mitglied der Gesellschaft der Heimatfreunde Weiler. Er ist auch dort im Vorstand und mitverantwortlich für die Dienstagsschicht. Bei den zahlreichen Veranstaltungen der Heimatfreunde Weiler wie z.B. dem Erntedankfest oder dem Werkstattfest, ist Fred stets im Einsatz und engagiert sich ehrenamtlich für die gute Sache.

Fred ist ein sehr geselliger Mensch. Mit dieser Einstellung hat er jahrelang das Weilerer Dorffest als „Marktmeister“ begleitet. Im letzten Jahr hat er diesen Posten in jüngere Hände gelegt, ist aber nach wie vor unterstützend tätig.

Seit der letzten Kommunalwahl 2014 ist Fred Mitglied des Gemeinderates von Weiler und Mitglied im Bauausschuss.

Besondere Anerkennung verdient Fred Sittek durch sein unermüdliches Engagement bei der Betreuung der in Weiler lebenden Flüchtlinge. Von Anfang an hat er sich mit einer Truppe von Helfern für die Möblierung der Wohnungen stark gemacht. Er hat Möbel, Hausrat, Porzellan, Wäsche, ja einfach alles was man braucht wenn man mit nichts in einem fremden Land ankommt, aus Haushaltsauflösungen oder Wohnungsaufgaben zusammengetragen um den Flüchtlingen ein neues Zuhause zu geben.

Die Gemeinde Weiler möchte sich bei Herrn Fred Sittek bedanken und ihm in Würdigung seiner besonderen, langjährigen Verdienste zum Wohle und zum Ansehen der Ortsgemeinde Weiler das Ortssiegel mit Anstecknadel verleihen.

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Es ist sicher nicht alltäglich, dass die Ehefrau die Laudatio auf den eigenen Mann hält. Aber ich bin nun mal die Bürgermeisterin - und ganz ehrlich: Ich wollte diese einmalige Gelegenheit nicht an einen Beigeordneten delegieren. Jetzt kann ich endlich mal loswerden, was ich schon immer mal sagen wollte.

Hainz-Josef BellAls ich Heinz-Josef Bell kennenlernte, das war in den 1970er Jahren, war er bereits ehrenamtlich in zahlreichen Vereinen und Institutionen tätig. Seit 50 Jahren ist Heinz-Josef Bell Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Weiler. Früher aktiver Feuerwehrmann jetzt passives Mitglied. Seit 40 Jahren engagiert er sich im Weilerer Carneval Verein ehrenamtlich für die Weilerer Fastnacht. In seiner aktiven Zeit hat er Gesangsgruppen und Solosänger musikalisch am Klavier begleitet. Heinz-Josef Bell ist seit Jahren Mitglied im Musikverein Weiler. Auch hier war er früher aktives Orchestermitglied, jetzt noch passiver Unterstützer. Viele Jahre hat er im Akkordeonorchester Weiler musiziert und hat auch einige Jahre beim Spielmannszug des Turnvereins mitgewirkt.

Die Musik, und insbesondere das Klavier ist eine seiner Leidenschaften. Zusammen mit der technischen Erfahrung aus seinem Beruf, hat er jahrelang und unermüdlich, auch manchmal gegen den Widerstand einzelner Familienmitglieder, eine Maschine entwickelt, die perfekt Klavier spielen kann. Hierüber und auch über andere musikalische Themen schreibt er fundierte Beiträge in Fachzeitschriften und geniest „Expertenstatus“. Durch dieses Engagement hat er Weiler auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht.

Heinz-Josef Bell ist Gründungsmitglied der Gesellschaft der Heimatfreunde und wurde schon nach kurzer Zeit in den Vorstand gewählt, in dem er bis heute tätig ist. Das sind mehr als 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl der Ortsgemeinde. Die Liebe zu seinem Heimatort und die Erforschung der Geschichte unseres Ortes ist ihm quasi in die Wiege gelegt worden. Durch seinen Vater, Heinrich Bell, wurde er schon als Kind an dieses Thema herangeführt. Heinz-Josef Bell kennt unsere Dorfgeschichte wie nur wenige andere. Er kennt auch die vorgeschichtlichen Siedlungsplätze von Weiler und die Funde seines Vaters aus der Steinzeit. Seit Jahren schreibt er Beiträge in den Weilerer Heimatnachrichten und ist Mitglied des Redaktionsteams. Auch im Jubiläumsbuch der Pfarrkirche kann man Beiträge von Heinz-Josef Bell lesen.

Nebenbei ist er passionierter Jäger, der das jagdliche Brauchtum pflegte. Eine Legislaturperiode war er Leiter des Hegeringes Waldalgesheim.

Die Gemeinde Weiler möchte sich bei Herrn Heinz-Josef Bell bedanken und ihm in Würdigung seiner besonderen, langjährigen Verdienste zum Wohle und zum Ansehen der Ortsgemeinde Weiler das Ortssiegel mit Anstecknadel verleihen.

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Liebe Gäste, ich denke der Worte sind genug gewechselt. Wir sollten nun zum geselligen Teil der Veranstaltung kommen. Genießen Sie mit mir noch einige Gläser unseres guten Weilerer Weines und probieren Sie die Erzeugnisse der Weingüter Eric Grünewald, Markus Steinberger, Norbert Sturm und Sabine Werkshage. Es ist heute Selbstbedienung angesagt. Der leckere Sekt, den wir zum Empfang genießen konnten, stammt aus den Kellern der Sektmanufaktur Maschtschenko-Schreml.

Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Bitte greifen Sie zu, im Foyer hat der Mietkochservice Thorsten Harnecker leckere Köstlichkeiten vorbereitet. Bevor ich das Buffet eröffne, bedanke ich mich bei meinen Beigeordneten für die tatkräftige Unterstützung beim Service. Der Hausmeister Rainer Harnecker hat kräftig bei den Vorbereitungen geholfen und für die gemütliche Atmosphäre und den Tischschmuck haben sich in bewährter Weise Colette Zimmermann und Elvi Schnaas eingesetzt. Dafür meinen herzlichsten Dank.

Weiterhin wünsche ich uns allen noch einige gesellige Stunden und bedanke mich ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Ich eröffne hiermit das Buffet und wünsche einen guten Appetit.